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Wolke Hegenbarth war früher ein absoluter Cineast

Musik und Kino

Wolke Hegenbarth war früher ein absoluter Cineast

Photo: zVg Jan Niklas Berg

Wolke Hegenbarth war früher ein absoluter Cineast

Wolke Hegenbarth wurde durch die Fernsehserie „Mein Leben & Ich“ als Schauspielerin in der grossen Fernsehlandschaft bekannt. Bereits mit vier Jahren nahm sie Ballettunterricht und sammelte die ersten Schauspielerfahrungen in der Serie „Die Camper“. 2004 wurde Wolke mit dem Deutschen Comedypreis in der Kategorie Beste Schauspielerin in einer Comedy-Serie ausgezeichnet. Das Recht für ihren besonderen Namen „Wolke“ erkämpfte sich ihr Vater vor Gericht. Nicht nur ihr Name ist besonders, Wolke Hegenbarth engagiert sich auch für verschiedene Hilfswerke.

Wie muss man sich deinen Alltag vorstellen?
Wolke Hegenbarth: Aktuell befinde ich mich in Elternzeit und verbringe meine Zeit überwiegend mit meinem Sohn. Wenn ich durch meine Eltern mir eine kleine Auszeit gönnen kann, mache ich eine halbe Stunde lang Yoga oder habe Zeit für den Einkauf.

Was fasziniert dich an deinem Schaffen?
Wolke Hegenbarth: Die Schauspielerei finde ich eine wunderbare Kunst. Das Geschichtenerzählen ist seit Anbeginn der Menschheit ein Teil unseres seins. Es macht Freude, es darzustellen und es sich anzuschauen. Ich war früher ein absoluter Cineast und war mindestens einmal pro Woche, gerne auch zweimal, im Kino. Ich finde es für mich persönlich die schönste Form der Unterhaltung. Ich bin total froh, dass ich in einem Beruf arbeite, den ich selber so wunderbar finde und mich beglückt. Der aber immer wieder Neues von mir verlangt und dafür sorgt, dass keinerlei Routine und wenig Bequemlichkeit ins Schaffen kommen kann. Was ich glaube, gut ist, wenn man kreativ arbeitet. Weil man sich in jeder Rolle ein Stück weit neu erfinden muss.

Welcher Moment hat deine heutige Karriere definiert?
Wolke Hegenbarth: Ich glaube nicht, dass es in meiner Karriere den einen Moment gab, der mich perse definiert hat. Aber die Rolle „Mein Leben und ich“, die ich nach meinem Abitur angenommen habe, das war schon sozusagen der Door Opener. Wenn man eine Serie hat, die jeden Freitag läuft, insgesamt 72 Mal und das sich 5 Millionen Leute angucken, dann ist man sozusagen angekommen in der Fernsehlandschaft. Dafür bin ich nachhaltig dankbar und lustigerweise die Menschen mir, die es gerne geguckt haben und mich seit dem im Leben begleiten und heute auch zuschauen, wenn ich andere Sachen mache. Das ist natürlich eine ganz tolle Basis, von der ich heute noch profitiere.

Gibt es eine Lebensweisheit, welche auf deinen Erfolg zutrifft?
Wolke Hegenbarth: Lebensweisheiten habe ich eigentlich keine, die mich begleiten, ausser dass ich beruflich sagen würde: Man wächst mit seinen Aufgaben. Es ist schon toll, zu sehen, wenn die Rollen wachsen und komplexer werden und man die Möglichkeit hat, da hinein zu wachsen. Das finde ich was sehr Schönes. Ich würde per se grundsätzlich ja sagen, in der Hoffnung, dass ich dann hineinwachse in meine Aufgaben. Die Initialzündung war mit der Show Let’s Dance vor 15 Jahren. Da hatte ich grosse Sorge an einer Show teilzunehmen, in der man rausgewählt werden kann. Das sind für Kontrollfreaks wie für mich, nicht die Lieblingsaufgaben. Aber als ich mich getraut habe, zuzusagen, ist bei mir ein Knoten geplatzt, dass man einfach viel mehr kann, als man meint. Und dass es sich eigentlich immer lohnt, ja zu sagen, weil die ganzen Projekte, so wahnsinnig spannend sind. Man lernt über sich und wächst teilweise über sich heraus. Wie beim TV Total Turmspringen. Hätte man mir vorher gesagt, dass ich vom 5 Meter Sprungbrett einen Handstand-Salto performen könne, nach nur 4 Wochen Training, hätte ich das gar nicht für möglich gehalten. Das sind alles so Erfahrungen, die mich nachhaltig geprägt haben und mir gezeigt haben, was alles geht.

Worauf bist du besonders stolz?
Wolke Hegenbarth: Stolz bin ich auf gar nichts besonders. Das ist ein Begriff, der keine Rolle in meinem Leben spielt.

Welches war dein Magic Moment als Schauspielerin?
Wolke Hegenbarth: Ein schöner Moment war auf jedenfall, als ich damals ich für „Mein Leben & ich“ den Deutschen Comedy Preis als beste Schauspielerin gewonnen habe. Das kam so unerwartet und überraschend, das hat mich aus dem Sitz gehauen. Das war natürlich ein ganz toller Moment, weil wir das auch so gerne gemacht haben, und dafür noch einen Preis zu bekommen, das war die Sahnehaube auf dem Kuchen.

Welche Menschen inspirieren dich?
Wolke Hegenbarth: Inspirieren tun mich viele Menschen, massgeblich die Frauen um mich herum, die hauptsächlich meine Freundinnen sind. Wie sie ihr Leben leben, was sie sagen, wie sie als Mütter sind, was sie im Kopf haben, worüber sie nachdenken. Die, mit denen ich viel Kontakt habe und rege im Austausch bin. Ich könnte auch von Fremden was anhören, aber dazu habe ich im Moment wenig Zeit.

Wie nimmst du eine Auszeit?
Wolke Hegenbarth: Auszeiten, das war mal Früher. Das Leben vor meinem Sohn, war das Reisen. Sich zu bewegen, in fremden Städten, Kultur, Kunst und Kulinarik zu erkunden. Das war für mich immer ein grosser Ausgleich und Segen, sich das leisten zu können. Das habe ich immer sehr genossen. Hoffentlich, wenn Avi etwas grösser ist, wird das Reisen wieder auf unserem Lebensplan stehen.

Was ist das Mutigste, das du je gemacht hast?
Wolke Hegenbarth: Das Mutigste, was ich je gemacht habe, war sicher mit Haien zu tauchen für die ARD / Arte Dokumentation „Die Schöne und der Hai“. Für diese Doku bin ich vor 10 Jahren in Südafrika mit allen Arten Haie getaucht.
Wenn ich das mir heute anschaue, bin ich erstaunt, dass ich das überhaupt gemacht habe. Das ist der Vorteil der Jugend, man ist so mutig und unbeschwert.

Was bedeutet Luxus für dich und welchen Luxus gönnst du dir?
Wolke Hegenbarth: Luxus sind Raum und Zeit. Raum auch für sich. Raum in einer Grösse, zum Beispiel das Wohnen. Dass man Raum hat, in dem man sich wohlfühlt. Und Zeit. Zeit ist begrenzt, Zeit haben für Dinge, die einem wichtig sind, Zeit für seine Lieben zu haben. Zeit zu haben und zu nehmen, das ist wahrscheinlich wahrer Luxus. Alles andere ist schön, aber nicht so nötig.

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