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FASHIONPAPER – das Magazin für Fashion, Beauty und Lifestyle

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Avantgardistischen und innovativen Looks von DZHUS

Photo: zVg DZHUS, Finnegan Godenschweger

Fashion

Avantgardistischen und innovativen Looks von DZHUS

2010 gründete Irina Dzhus ihr gleichnamiges Label in der Ukraine. Seitdem sorgt die Designerin und Stylistin international mit ihren avantgardistischen und innovativen Looks für Aufsehen. Ihre Idee: durch transformierbare Mode den physischen Einkauf zu minimieren, um so einen nachhaltige Garderobe zu kreieren. So lassen sich alle ihre handwerklich beeindruckenden Entwürfe verwandeln: etwa wird aus einem plissierten, langärmligen Kleid eine Abendrobe oder lassen sich die Taschen eines Mantels abnehmen und als Tragetasche umfunktionieren. Alle Entwürfe entstehen zudem aus tierversuchsfreien Materialien. Seit Kriegsbeginn ist DZHUS in die EU umgezogen. 30 Prozent des Gewinns spendet das Label nun an wohltätige Zwecke.

Seit Gründung ihres Labels steht die Transformation im Mittelpunkt der von Irina Dzuhs’ Kollektionen. Auch für Herbst/Winter 2023 zeigt die gebürtige Ukrainerin zehn komplex designte, multifunktionale Looks, die sie während ihrer Präsentation live verwandelt.

Diese Saison ist ihre Kollektion ein Tribut an die Ukrainerinnen, deren Leben seit Kriegsbeginn in ein “vorher” und “nachher” geteilt sind. “Meine Looks stehen symbolisch für die Metamorphose dieser Superheldinnen.

Die Transformation der Entwürfe ist eine Hommage an die drastischen Veränderungen, die alle Ukrainer*innen ausgesetzt waren und die sie nicht beeinflussen konnten. Haben sie überlebt, sind sie heute stärker und zukunftsorientierter denn je”, erklärt die Designerin. So ist die gesamte Kollektion durchzogen von modischen Metaphern: Taschen und Beutel erinnern an die Evakuierungen, als Ukrainer*innen nur das mitnehmen durften, was sie tragen konnten. Einer der Looks verwandelt sich von einer übertriebenen Unisex-Silhouette in einen zerbrechlich-femininen Look, als Anspielung auf die unvermeidliche Veränderung einer Person unter dem Einfluss von Gewalt. Ein anderer, inspiriert von einer kugelsicheren Weste, wird zu einem kolossalen Mantel mit durchsichtiger Kapuze – als Versinnbildlichung eines Engels, der die Ukraine beschützt. Hinzu kommen Hosen, die sich in Kleider und Jacken verwandeln. Mäntel werden zu Overalls und Ärmel zu Mützen und Westen. Viele der Looks können zu Taschen, Hüte und anderen Accessoires umfunktioniert werden und ein Kleid entsteht komplett aus Schmuckstücken.

In Bezug auf Materialien strebt Irina Dzhus kompromisslose Nachhaltigkeit an. Mit einer Leidenschaft für technische Stoffe und ungewöhnliche Oberflächen, finden sich in ihren Designs eine Vielzahl strukturierter Baumwoll- und Strickstoffe sowie kontrastreiche, durchsichtige Viskose wieder. Im Rahmen von Berlin Contemporary findet die DZHUS-Präsentation in den Kant-Garagen und während der Berliner Fashion Week statt. Den passenden Soundtrack komponierte EYIBERA, ein in den USA lebender Musiker mit ukrainischen Wurzeln.

www.instagram.com/dzhus.conceptual.wear/

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