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Hintergrund Roger Federer – Bester Tennisspieler

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Hintergrund Roger Federer – Bester Tennisspieler

Der gebürtige Schweizer Roger Federer gilt als der beste Tennisspieler aller Zeiten. Der Durchbruch seiner Tenniskarriere ist ihm 2001 in Wimbledon gelungen, als Federer sein Match gegen Altstar Pete Sampras gewann. Seitdem reiht sich Erfolg an Erfolg: In seiner bisherigen, lang andauernden Karriere konnte er 17 Grand-Slam-Turniere im Einzel gewinnen. Von Februar 2004 bis August 2008 war er ununterbrochen an der Spitze der Tennis-Weltrangliste. Federer ist der einzige Spieler, der dreimal drei Grand-Slam-Turniere in einer Saison gewonnen hat (2004, 2006 und 2007), und er ist einer von drei Rekordsiegern in Wimbledon – mit insgesamt sieben Turniersiegen. Federer wurde in den Jahren 2005, 2006, 2007 und 2008 zum Weltsportler des Jahres gewählt. Bereits jetzt wird er von Tennisexperten zu den besten Spielern in der Geschichte dieses Sports gezählt.

Der Ausnahmesportler stand uns als Gesicht für Gillette für einige Fragen zur Verfügung:

Nach Ihrem Sieg über Pete Sampras standen Sie 2001 zum ersten Mal im Rampenlicht. Wie wichtig war das für Ihr Selbstvertrauen?

2001 war schon vorher ein sehr erfolgreiches Jahr für mich. Gleich am Anfang hatte ich meinen ersten Titel gewonnen und danach gut weitergespielt. Ausserdem hatte ich an meiner Einstellung gearbeitet: Ich wollte auf dem Platz ruhiger und lockerer werden. Alles lief wunderbar. Und nachdem ich die Auslosung in Wimbledon gesehen hatte, mit meiner Chance, gegen Pete zu spielen, wollte ich das unbedingt schaffen. Mir war klar: Pete wird wahrscheinlich nicht mehr viele Jahre dabei sein. Also war es eine einzigartige Gelegenheit – und mein Debut auf dem Centre Court. Ich hatte einen guten Auftakt erwischt und dann, ganz plötzlich, standen wir schon im 5. Satz und kämpften um den Matchball! Ich hatte Glück und gewann. Es war ein Meilenstein in meinem Leben und in meiner Karriere.

Zwei Jahre später, 2003, war es dann so weit: Ihr erster Grand-Slam-Titel in Wimbledon. Seitdem sind viele weitere hinzugekommen. Wie viel bedeutet Ihnen dieser erste Titel?

Es war ohne Zweifel ein enorm wichtiger Sieg für mich, vielleicht der wichtigste meines Lebens. Alle meine Idole waren Wimbledon-Sieger: Becker, Edberg und Sampras. Ich stellte mir vor, wie es sein würde, den Pokal überreicht zu bekommen: Man kann es kaum glauben und erwartet, dass man mitten in diesem Supertraum plötzlich aufwacht. Aber der Traum ist nicht geplatzt. Er wurde wahr. Und zwar genau im richtigen Moment, denn im Vorlauf zu Wimbledon hatte ich einige herbe Niederlagen einstecken müssen. Der Rest ist Geschichte. Ich habe nicht nur den Titel gewonnen, sondern von da an extrem konsequent Leistung gebracht.

2004 wurden Sie Weltranglistenerster. Wie wichtig war Ihnen diese Errungenschaft, und wie schwer war es, so lange die Nummer 1 zu bleiben?

Platz 1 der Weltrangliste, das ist für mich der Gipfel des Erfolgs. Das geschafft zu haben, kann einem keiner mehr wegnehmen, denn ab da kann man sagen: „Ich war schon mal der Beste“ – egal, ob eine Woche, einen Tag oder eine Stunde lang. Dass ich mich so lange dort oben gehalten habe, hat mich einerseits angespornt, extrem hart für meine Ziele zu arbeiten, und mir andererseits den Spass an der Sache bewahrt – schliesslich scheint sich die ganze Plackerei ja zu lohnen! Aber ich weiss auch: Wenn ich nachlasse, sind die anderen Jungs bald so weit, mich besiegen zu können, und dann sinkt der Spassfaktor. Dass ich das geschafft habe, ist ein wundervolles Gefühl, denn damit habe ich mir sozusagen einen Kindheitstraum erfüllt.

Die längste je erreichte Zeit auf Nummer 1! Wie viel Einsatz und Hingabe erfordert das, und welche Opfer mussten Sie bringen, um so lange an der Weltspitze zu bleiben?

Ich musste lernen und verstehen, wie das Tennisgeschäft funktioniert und wie die Men’s Tour läuft. Da musst du dein Privatleben schützen, deine Trainingszeit verteidigen, deine Kräfte einteilen. Ich habe früh gelernt, dass es gut ist, klare Entscheidungen zu treffen. Ich bin nie dem Geld hinterhergelaufen. Ich habe immer gewusst: Tennis ist meine Nummer 1 – natürlich neben meiner Familie und meinen Freunden –, und das hat mir, glaube ich, sehr geholfen. So konnte ich mein Spiel konzentriert und konsequent angehen.

2006 war, gemessen an den Ergebnissen, vermutlich Ihr erfolgreichstes Jahr: 92 Siege und 5 Niederlagen. Welche physische Anstrengung bedeuten so viele Spiele in einem einzigen Jahr?

Wahrscheinlich habe ich nebenbei auch noch ein paar Doppel gespielt. Aber ich erinnere mich nicht mehr an alles, was in diesem Jahr geschah, es ist ein wenig verschwommen. 2005 oder 2006 habe ich 15 von 16 Endspielen erreicht. Ich fühlte mich so stark – irgendwann war ich quasi bei jedem Turnier garantiert im Finale. Und wenn das Turnier vorbei ist, packst du so schnell wie möglich deine Sachen, steigst ins Flugzeug und bist schon am nächsten Austragungsort. Rückblickend sage ich mir manchmal: Vielleicht hätte ich in den frühen Jahren, als ich so erfolgreich war, den Erfolg mehr geniessen sollen. Aber man hat auch keine andere Wahl. Man macht es einfach mit, hat Spass daran und trifft so viele Leute und Fans, dass es einen mitreisst. Es war eine tolle Zeit.

Um 2008/2009 fehlte Ihnen nur noch ein Puzzleteil: die French Open. Wie viel Trainingszeit widmeten Sie dem Ziel, die French Open zu gewinnen? Und welche realistischen Chancen rechneten Sie sich beim Roland-Garros-Turnier gegen Rafa aus?

Auf den Sieg bei den French Open habe ich mich einige Jahre lang vorbereitet. Ich kam mehrmals hintereinander ins Finale – ich glaube, das war 2006, 2007 und 2008 –, bis ich 2009 schliesslich gewann. Ich lag also immer knapp vorne. Einmal bin ich im Finale böse versenkt worden, was mich verletzte und auch meinem Selbstbewusstsein kurz vor Wimbledon geschadet hat. Aber ich wusste, ich kann es schaffen. Und weil es mir schon einmal gelungen war, wusste ich auch: Rafa ist auf Sand schlagbar. Für mich war es eher eine mentale Vorbereitung. Ich musste an meine Chancen glauben und mich von allen Zweifeln frei machen. Sobald du aufhörst, an dich zu glauben, kommst du nie mehr ins Finale. Und dann schwenkte plötzlich die ganze Presse auf mich um: „Dieses Jahr muss Federer gewinnen!“ Ich hatte schon so lange so viel in die French Open investiert, dass es wahrscheinlich wirklich nicht fair gewesen wäre, wenn ich sie nicht gewonnen hätte. Und da ich auf Sandplätzen gross geworden bin, ist mir die Oberfläche völlig vertraut. Ich bin wirklich der Meinung, dass ich auf Sand mitunter mein bestes Tennis spiele. Doch leider – oder glücklicherweise – ist da auch noch Rafa, der mir in den letzten Jahren viele, viele Siege auf Sandplätzen weggeschnappt hat.

Nach den French Open mussten Sie innerhalb weniger Wochen wieder auf Gras umstellen. Das taten Sie, gewannen Ihren sechsten Wimbledon-Titel und brachen damit Pete Sampras’ Grand- Slam-Rekord. Was bedeutet Ihnen dieser Erfolg?

Von den French Open nach Wimbledon, das war damals eine einzige, lange Etappe. Ich hätte 2009 nicht selbstbewusster in die Championships gehen können. Und dann noch die Chance, Petes Rekord bei den French Open einzustellen und ihn einen Monat später auch noch zu schlagen – eine sehr interessante Situation. Pete hatte mir versprochen, nach London zu kommen, falls ich die Chance hätte, seinen Rekord zu brechen. Auch das war natürlich ein Gefühl, als wäre ein Märchen wahr geworden!

Markenbotschafter Roger Federer präsentiert der Gillette Fusion ProGlide

 

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