Acht Tipps für unvergessliche Reiseerinnerungen – SWISS moments

Ein von SWISS durchgeführtes Experiment zeigt: Was wir auf Reisen erleben, speichert unser Gedächtnis an einer vorrangigen Stelle. Dennoch können unsere Reiseerinnerungen, wie fast alle Erinnerungen, mit der Zeit verblassen. Deshalb sollten wir sie gelegentlich reaktivieren. Mit den folgenden Tipps von Neuropsychologe Prof. Dr. Lutz Jäncke halten Sie Ihre schönsten Erinnerungen wach – und können noch lange darin schwelgen.

Während der Reise
1. Nehmen Sie sich während Ihrer Reise jeden Tag fünf bis zehn Minuten Zeit, um sich auf eine Situation oder einen Moment bewusst einzulassen.
Setzen Sie sich an den Strand und beobachten Sie die Wellen. Zählen Sie die Personen, die am Strand herumlaufen, schauen Sie den Badenden zu, wie sie schwimmen. Hören Sie auf das Rauschen des Meeres und versuchen Sie, die verschiedenen Sprachen und Stimmen auseinanderzuhalten. Wesentlich ist, dass Sie die Zeit und Musse finden, Details aus Ihrer Umgebung und Situation bewusst aufzunehmen und auf sich wirken zu lassen. Seien Sie offen für alle Eindrücke. Sehen, hören, riechen und fühlen Sie!

2. Denken Sie sich in den Ferien Geschichten aus, die in Ihrer aktuellen Umgebung stattfinden.
Das müssen keine Geschichten sein, die Sie wirklich erlebt haben, sondern dürfen Träume oder historische Zusammenhänge sein. Wichtig ist, dass Sie Erdachtes und reale Begebenheiten miteinander verknüpfen. Unternehmen Sie zum Beispiel eine Hafenrundfahrt in New York, dann stellen Sie sich vor, wie im Jahr 1886 die Freiheitsstatue eingeweiht wurde. Stellen Sie sich vor, wie die Einheimischen an Ihrem Ferienort vor vielen Jahrzehnten den Markt betrieben, in den Häusern gelebt oder ihre Speisen ohne die heute verfügbaren Geräte zubereitet haben.

3. Schreiben Sie ein Reisetagebuch.
Notieren Sie Ihre Erfahrungen und Eindrücke. Nutzen Sie dafür ein besonderes Notizbuch und schreiben Sie Ihre Erinnerungen mit einem eleganten Füller (das erhöht die Sinnlichkeit) nieder. Als Notizbuch bieten sich schön eingebundene Bücher an, die aus wertvollem Papier angefertigt sind und bei denen es Freude macht, sie anzufassen. Sie können Ihre Geschichten mit Fotos, Tickets oder Speisekarten garnieren. Nehmen Sie sich jeden Tag einen Moment Zeit, um Ihre Erlebnisse aufzuschreiben.

4. Schicken Sie sich selbst eine Postkarte.
Ein schönes Andenken zugesandt zu bekommen, obwohl Sie bereits von Ihrer Reise zurückgekehrt sind, frischt Ihre Erinnerungen auf. Schreiben und versenden Sie die Postkarte am letzten Tag Ihrer Ferien. Diese Karte erreicht Sie erst eine Weile nach der Ankunft in der Heimat. Es ist schön, eine Postkarte zu erhalten, die die Erinnerungen reaktiviert, wenn man wieder im normalen Leben und im Alltagstrott angelangt ist.

Nach der Reise
5. Lesen Sie ein Buch mit Geschichten über den Urlaubsort.
Schmökern Sie in Krimis oder anderen lokalen Geschichten und versuchen Sie, sich in die beschriebenen Landschaften, Gebäude und Personen hineinzuversetzen. Erkennen Sie die Landschaften wieder? Kennen Sie die beschriebenen Restaurants, Strassen, Hotels, Strände und Menschen? Anhand solcher Geschichten wird es Ihnen gelingen, Ihre Reiseerinnerungen aufzufrischen und zu pflegen.

6. Kaufen Sie sich eine Weltkarte und markieren Sie die von Ihnen besuchten Orte.
Platzieren Sie die Weltkarte wie ein Bild an einer Wand in Ihrer Wohnung. Lassen Sie Ihren Blick über die Weltkarte schweifen und stellen Sie sich vor, welche Orte Sie bereits besucht haben oder noch zu besuchen beabsichtigen. Markieren Sie besuchte Orte mit einer Stecknadel und nutzen Sie unterschiedliche Farben für die Stecknadelköpfe. Mit unterschiedlichen Farben können Sie besuchte Orte, noch zu besuchende Orte oder Orte mit besonderen Erlebnissen markieren und Sie können sie mit Ferienfotos ergänzen.

7. Fertigen Sie eine Reisebox an.
Bemalen Sie eine Kiste und notieren Sie auf der Oberseite die besuchten Reiseziele. In der Box sammeln Sie dann Ihre Lieblingsfotos, Broschüren, Tickets und andere Dinge von Ihren Reisen. Von Zeit zu Zeit holen Sie die Box hervor und betrachten die einzelnen Souvenirs. Nehmen Sie die einzelnen Objekte in die Hand und erinnern Sie sich an die Momente, die Sie mit diesen Objekten verbinden.

8. Tauschen Sie sich mit Ihren Reisebegleitern über die vergangene Reise aus.
Schon kurze Unterhaltungen über gemeinsame Ferienerlebnisse festigen die Erinnerungen. Beim Gespräch werden Emotionen aktiviert und erneut empfunden. Diese Gefühlsregungen fördern die Festigung der Gedächtnisspuren und der Erinnerung.

Über Prof. Dr. Lutz Jäncke
Prof. Dr. rer. nat. Lutz Jäncke hat am Psychologischen Institut der Universität Zürich einen Lehrstuhl für Neuropsychologie inne. Für SWISS erklärt er in „Moments that last“ den besonderen Charakter von Reiseerinnerungen und warum genau diese für uns so wichtig sind.

Lese nach, was bleibt uns wirklich in Erinnerung? Dieser Frage geht die Fluggesellschaft Swiss International Air Lines (SWISS) im Rahmen eines internationalen Experiments gemeinsam mit dem Neuropsychologen Prof. Dr. Lutz Jäncke nach.

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