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Anouk Vergé-Dépré: von der Volleyballkarriere zum Beachvolleyball

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Anouk Vergé-Dépré: von der Volleyballkarriere zum Beachvolleyball

Photo: zVg Werner Tschan

Anouk Vergé-Dépré: von der Volleyballkarriere zum Beachvolleyball

Im Alter von 10 Jahren begann Anouk Vergé-Dépré mit dem Volleyball Sport. Sie wurde von ihrem Vater Jean-Charles Vergé-Dépré und ihrer Mutter Sandra Bratschi, die beide in der höchsten Schweizer Liga spielten, animiert und gefördert. Ihre Volleyballkarriere führte bis in die höchste Schweizer Liga, dieser sie danach den Rücken kehrte und sich dem Beachvolleyball widmete. Heute ist Anouk Profi Beachvolleyball Spielerin, hat die Schweiz an den Olympischen Spielen in Rio vertreten und ist Vize Präsidentin der Internationalen Beachvolleyball Spieler Association (IBVPA).

Wie muss man sich deinen Alltag vorstellen?
Anouk Vergé-Dépré: Mein Alltag ist sehr unterschiedlich. Im Winter trainiere ich 2-3 Mal am Tag physisch und technisch am Ball. Dazu kommt Sponsoren- und Medienarbeit. Für meinen Körper baue ich 2-3 Mal pro Woche auch regenerative Massnahmen wie Physio und Osteophatie ein. Ich muss schauen, dass ich genug schlafe und ausgeglichen esse, damit mein Körper den Trainingsload gut verträgt. Im Sommer kommen viele Reisen dazu, die World Tour wird auf allen Kontinenten gespielt. Ein Turnier dauert eine Woche. Die Trainingseinheiten werden im Sommer kürzer, damit man für den Wettkampf voll fit ist. Die Saison findet von Frühling bis Herbst statt. Daneben studiere ich Medien & BWL an der Universität Fribourg und bin aktives Gründungsmitglied der Internationalen Beachvolleyball Players Association.

Was fasziniert dich an deinem Schaffen?
Anouk Vergé-Dépré: Ich darf jeden Tag an mir selber arbeiten. Meine Grenzen ausloten, mental wie physisch. Die Welt des Sports inspiriert und fasziniert mich, sie zeigt so viele einzigartige Geschichten. Es ist ein grosses Privileg, so viele Menschen kennenzulernen.

Welcher Moment hat deine heutige Karriere definiert?
Anouk Vergé-Dépré: Als Isabelle Forrer mich gefragt hat, ob ich nicht Vollzeit mit ihr Beachvolleyball spielen würde. Davor war ich im Winter noch in der Halle aktiv. Ab da habe ich alles auf Karte Beachvolleyball gesetzt.

Gibt es eine Lebensweisheit, welche auf deinen Erfolg zutrifft?
Anouk Vergé-Dépré: Magic happens outside the comfort zone & old ways don’t open new doors.
Ich war ganz oft nicht in meiner Komfortzone auf meinem bisherigen Weg und habe aber dadurch sehr viel gelernt und bin als Persönlichkeit gewachsen. Um zu den Besten auf der Welt zu gehören, muss man bereit sein, sich auch in unsichere, harte und unangenehme Situationen zu begeben. Man muss lernen, auf sich zu hören und den Mut zu haben, neue Methoden auszuprobieren. Dann öffnen sich neue Türen, die man vorher vielleicht gar nicht gesehen hat.

Worauf bist du besonders stolz?
Anouk Vergé-Dépré: Auf mein Umfeld. Ich habe echt tolle Leute um mich herum.

Welches war dein Magic Moment als Schweizer Beachvolleyball-Spielerin?
Anouk Vergé-Dépré: Da gibt es mehrere Momente, aber ich denke, die Qualifikation für die ersten Olympischen Spiele war ein ganz spezieller Moment. Es war ein Kindheitstraum, der in Erfüllung ging, und der hat mir und vielen Menschen um mich herum, sehr viel bedeutet.

Welche Menschen inspirieren dich?
Anouk Vergé-Dépré: Menschen, die den Mut haben, ganz sich selber zu sein, ihre Passion entdeckt haben und der leidenschaftlich nachgehen.

Wie nimmst du eine Auszeit?
Anouk Vergé-Dépré: Energie gibt mir das Meer, die Berge, ein Tee in einem tollen Kafi. Auf Reisen schaffe ich mir meine Ruhe mit Musik. Und ich geniesse gerne Zeit mit Familie und Freunden.

Was bringt dich auf die Palme?
Anouk Vergé-Dépré: Ungerechtigkeit

Über was kannst du lachen?
Anouk Vergé-Dépré: Über mich selbst, über Dinge, die misslingen, über Leute, die sich zu wichtig nehmen. Lachen tut mir extrem gut und hilft mir auch auf dem Court die Lockerheit zu behalten.

Was ist das Mutigste, das du je gemacht hast?
Anouk Vergé-Dépré: Das Mutigste war wohl mir selbst zu vertrauen, die richtigen Entscheidungen zu fällen.

Welche Musikrichtung hörst du gerne?
Anouk Vergé-Dépré: Relativ breit… Ich höre gerne Elektro zum Joggen, Hiphop im Krafttraining. Ich tanze Salsa, das gibt mir gute Laune! Gefallen tun mir aber auch Contemporary R&B, Soul…

Was bedeutet Luxus für dich und welchen Luxus gönnst du dir?
Anouk Vergé-Dépré: Luxus ist für mich, dass ich von meinem ursprünglichen Hobby nun leben kann. Luxus ist jeden Tag frei wählen zu können, was man essen will. Luxus ist, gesund sein und seine Liebsten sehen zu können. Da wir nicht besonders oft frei haben, gönne ich mir einzigartigen Urlaub. Kann auch ganz einfach sein, aber irgendwas, was mir Freude macht. Und ich gebe gerne für ein tolles Abendessen auch etwas mehr Geld aus.

Welche Tipps gibst du anderen, die mit dem Gedanken spielen, eine Karriere als Beachvolleyball-Spielerin einzuschlagen?
Anouk Vergé-Dépré: Als Beachvolleyball Spielerin bist du gerade in den Anfängen sehr gefordert, weil du alles selber managen musst und noch wenig Einkommen hast. Du musst in diesem Einzel- aber Teamsport bereit sein, dich echt hart mit dir selber auseinanderzusetzen, wenn du Erfolg haben willst. Es ist einer der schönsten Jobs, den man sich vorstellen kann, denn du bereist die Welt, lernst neue Leute und Kulturen kennen, kannst an den grössten Sportanlässen teilnehmen. Aber du musst dich durchschlagen und vieles selber organisieren. Es ist kein Club da, der alles für dich macht. Wie du von A nach B kommst, wie du Sponsoren angehst usw.. Wenn du dich bewusst für diesen etwas unkonventionellen Weg entscheidest, wirst du aber sehr viel Spass haben.

Was sind deine Zukunftspläne?
Anouk Vergé-Dépré: Ich verfolge weiterhin meine Ziele im Beachvolleyball. Ich will unseren Sport voranbringen, mein Studium abschliessen und irgendwann später eine Familie gründen.

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